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Selbstversuch: Instant-Döner-Kebap

6. Mai 2009

Irgendwo hatte ich mal etwas vom Instant-Döner gelesen. Weiß nur grad nicht mehr, wo. Damals wusste ich auch nicht wo. Nämlich, wo ich so eine Gammelfleischecke käuflich erwerben kann.

Gestern bin ich fündig geworden. Mit  2,49 EUR zwar teurer als „frisch von Murat“, aber ein idealer Anlass zum Selbstversuch:

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Die Verpackung sieht nicht wirklich abstoßend aus. Auch die Größe der PVC-Hülle lässt auf eine sättigende Mahlzeit hoffen. Fertig in 2 Minuten. Das geht fast schneller als beim Türken meines Vertrauens um die Ecke.

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Na geil. Das Brot entspricht größentechnisch eher einer halben Kinderportion Kinderdöner. Der Krautsalat macht einen auffallend synthetischen Ersteindruck. Was genau Tzaziki auf einem Döner Kebap zu suchen haben soll, kann ich mir zunächst nicht erklären.

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Die Verpackungsaufschrift schlägt vor, für den optimalen Genuss ein paar Tomaten sowie ein wenig Zwiebel hinzuzufügen. Ich vermute, die Empfehlung wird ausgesprochen, um irgendwie den Eigengeschmack des Produktes zu überdecken.

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Das bereits in den sechzehntel Fladen implantierte Fleisch sieht dem vom Spieß geschnittenen, frischen Bruder in etwa so ähnlich, wie Roberto Blanco der Doppelgänger von Heino sein könnte. Die Form erinnert mich viel eher an Fritten.Die Farbe hingegen glücklicher Weise nicht.  Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Die Teigtasche kommt in die Microwelle. 1:30 min sollten anstelle der vorgeschlagenen 2:00 min ausreichen. Es gilt zu verhindern, dass sich der entstehende  Geruch länger als notwendig in der Küche ausbreitet.

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Alle beigefügten und selbst bereitgestellten Zutaten zusammen in die winzige Teigtasche zu bekommen, ist gelinde gesagt, unmöglich. Reinstopfen kommt nicht in Frage, da ich befürchte, dass der Fladen am unteren Ende aufreißt und der sich dann verflüchtigende Inhalt meine Küche dauerhaft unbenutzbar macht. Das Tzaziki lässt sich nicht ohne Kolateralschäden an Händen und Arbeitsfläche aus der Tüte drücken sollte aber durch den hohen Knoblauchanteil den Fleischgeschmack erfolgreich verdrängen können. Ich ahne, warum anstelle Kräuter- und scharfer Soße die weiße Brühe mitverschweißt wurde.

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Die Vermutung „Krautsalat auf Erdöl-Basis“ erhärtet sich beim Verzehr. Der etwas süßliche Geschmack der Knoblauchbrühe schaltet erfolgreich periphere Geschmackserlebnisse aus. Zurück bleiben ein riesiger Berg Müll, ein leichtes Völlegefühl dort wo erfahrungsgemäß der Magen ansässig ist, sowie der genugtuende Gedanke, sich aufgrund der eigenhändig hinzugefügten Tomaten und Zwiebeln doch ein wenig vitaminreich und ausgewogen ernährt zu haben. 

Fazit: Finger weg! Ali macht besser und schneller, Alta!

6 Kommentare

  1. hättest du das nicht etwas früher schreiben können? genau so ein teil habe ich mir gestern gekauft und wollte es heute essen.


  2. Von dem Teil hab ich auch irgendwo schon gelesen und damals fand ich die Vorstellung schon ekelhaft. Wird hierdurch nur noch bestärkt.


  3. Also wenn man gar nichts mehr im Kühlschrank hat, dann isses gerade so genießbar.

    @zoee Einfach mal testen. Kannst ja deine Erfahrungen dann auch mal beschreiben.


  4. das ist etwas heikel. wenn es mir nicht schmeckt, wird mir schlecht. und wenn es mir schmeckt, dann erst recht!


  5. gute idee… muss ich auchmal probieren ;)


  6. „FastFood“ steht doch auch für „fast eßbare Sachen“.
    Also doch lieber bei Yildirim am Markt den Döner kaufen, auch wenn der hier 3,50 Euronen kostet.
    Liebe Zoe, schmeiß das Teil lieber wech bevor Du Dir nachhaltig die Blutgruppe versaust*frechgrins*
    LGr aus der schönsten Hansestadt am Ryck von Wolfgang ;-)



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