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Hat mal jemand ‘ne Säge?

17. März 2009

Der Herr Sarrazin, Finanzsenator der Bundeshauptstadt Berlin, muss als Kind des öfteren vom Wickeltisch gestürzt sein.

Alles begann mit dem Sarrazin’schen Hartz IV-Menu. Sarrazin behauptete, dass man sich eine Person mit 3,98 EUR vollwertig und ausgewogen ernähren kann. Absoluter Schwachsinn!

Wenig später empfahl der Herr Bundestagsabgeordnete den Sozialhilfeempfängern und Wenigverdienern das Minimieren von Heizkosten. Bei 16°C Raumtemperatur ließe es sich doch wunderbar mit einem dicken Woll-Pulli vegetieren aushalten.

Als neuesten Geniestreich hat Sarrazin nun auch noch vorgeschlagen, dass Lehrer zu 20% ihres Gehaltes abhängig von den Leistungen der Schüler bezahlt werden sollen. Zur Überprüfung dessen sollen unabhängige Inspektoren eingesetzt werden, die den Leistungsstand zu Beginn und Ende eines Schuljahres bei den Schülerinnen und Schülern überprüfen.

Großartig, Herr Finanzsenator. Erst zahlen Sie den Lehrern mehr Gehalt. Und dann schieben Sie die 20% Einsparung den „unabhängigen“ Inspektoren in den Arsch. Geniales Rechenmodell. Machen Sie Ihren Job und mischen Sie sich nicht auch noch  in die Bildungspolitik ein!

Absägen. Sofort.

4 Kommentare

  1. Na, der Herr Finanzsenator ist aber ein scherziges Kerlchen! Das mit der vollwertig und ausgewogenen Ernährung hab ich ich ja schon mal gehört, aber die Lehrerfinanzidee ist mir vollkommen neu. Also ich würde sagen, da säge ich doch mal mit…


  2. dieses „lehrermodell“ würde überhaupt erst dann greifen,wenn es genügend lehrer geben würde. wenn ich mir den wochenplan meiner tochter ansehe, wird mir oft schlecht. ständig sind lehrer krank, die stunden werden entweder verbummelt oder die kinder werden auf andere klassen verteilt. meistens in unterstufen, damit sie beschäftigt sind. wenn man sie nicht einfach eine stunde alleine in der klasse lässt, oder ihnen schon am vortag sagt, dass sie eine stunde früher kommen und eine stunde früher gehen dürfen. und meine tochter ist in einer ausgesprochen guten schule, die ansonsten alles leistet, was eine verantwortungsvolle schule leisten muss. trotzdem ist es oft mehr als ärgerlich. denn der lernstoff muss ja trotzdem beherrscht werden. und der ist sehr straff gezogen. das ist ein schreckliches durcheinander. ich habe glück – meine tochter kann selbständig lernen. aber was ist mit den klassen, die es nicht können?

    und dann gibt es noch die ganzen streiktage, die lehrerkonferenzen, die weiterbildungstage etc. an denen lehrer nicht unterrichten können, weil die teilnahme an diesen veranstaltungen pflicht ist. denn darauf guckt auch die gewerkschaft sehr genau. wegen der „sache“.

    und dann sollen lehrer für schlechte leistungen der schüler, die sie nicht kompetent unterrichten können mit gehaltskürzungen bestraft werden?

    im endeffekt bedeutet das doch nur, dass man alle schüler für deppen hält, die es nicht wert sind unterstützt zu werden, wenn sie sich nicht selbst anstrengen und potential (wem gegenüber?) zeigen.

    die schule mutiert mittlerweile zu einer casting-show.


  3. Danke @zoee für die ausführliche Version meiner Meinung :)


  4. Oh mann … ich hab ne Säge, komm, wir machen uns gleich auf den Weg :)



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