
20 Jahre De/Vision
18. Mai 2008
Gestern wurde Geburtstag gefeiert. Von der Schnette. Als spezielle Gäste hatten wir unser aller Lieblingsband De/Vision geladen. Ich glaube, die Jungs hatten auch sowas wie ein Jubiläum oder so. Viele Gäste liefen mit einem 20 Jahre … T-Shirt-Aufdruck herum. So was blödes. Schnette is nämlich etwas älter als 20 Jahre geworden.
An dieser Stelle möchte ich das großartige Organisationstalent des Clubs’ Maria am Ostbahnhof erwähnen. Ich glaube, man fand es richtig witzig, die Markisen aufzuspannen, als eine Stunde nach dem offiziellen Einlass ein herrlicher Gewitterschauer niederging. Wir haben alle herzlich gelacht. Man möge mir bitte erklären, warum man den Einlass und überhaupt die gesamte Veranstaltung um eine Stunde verschiebt. Besser noch wäre eine Erklärung für die Nullflexibilität bei einsetzendem Scheiß- Sauwetter. Die Türen gingen Tür ging dann endlich auf, als die wartenden Fans bereits bis auf die Knochen durchgeweicht waren. Intelligent, einen Einlasser für eintausend wütendende leicht genervte Eintrittskarteninhaber zur Verfügung zu stellen. Die zweite Eingangstür hat sich hervorragen als Deko gemacht. Prima Einfall.
Die wunderbaren Erlebnisse fanden gleich nach dem Betreten des Clubs eine Fortsetzung. Auf der Tanzfläche herrschten Temperaturen, die einen Backofen mit hochrotem Kopf hätten beleidigt davonlaufen lassen. An der Bar widerum war die Belüftung auf angenehme 5°C justiert. Eine hervorragende Idee, wenn man zuvor eine halbe Stunde im Regen gestanden hat. Aber das taten ja nur wir, nicht die allesamt schwul und/oder heroinsüchtig wirkenden Barkeeper. Drei an der Zahl. Für eintausend Gäste. Mehr sage ich dazu nicht.
Vor den Toiletten blies ein etwa Hundertjähriger irgendwelche Düfte per Räucherstäbchen in die Luft. Meine Vermutung ist, dass dies Maßnahmen gegen die komplett verschimmelten Wände waren. Ich bin mir aber nicht sicher.
Die Jungs von De/Vision legten gegen 22.30 Uhr dann einen großartigen Durchmarsch durch 20 Jahre Bandgeschichte auf’s Parkett. Aufgrund der tropischen Innenklimaverhältnisse war eigentlich auch genug Platz zum Tanzen und Mitschreien. Zum einhundertprozentigen Saunaerlebnis fehlte eigentlich nur der Mann mit dem Aufguss. Aber der musste wohl aus Brandschutzgründen die Räucherstäbchen am Klo beaufsichtigen.
Summa summarum: Danke an Steffen und Thomas für das geile Konzert. Danke an meine Freunde für den geilen Abend. Und ein herzliches “Nein danke” an die Betreiber des Schuppens. Ich glaube kaum, dass man mich dort noch einmal sehen wird. (hatte ich die 3,00 EUR für ein widerliches 0,33l Lübzer erwähnt?)
Hier noch drei Videos vom gestrigen Abend. Danke an RayVinyard.

