Heute habe ich für mein liebes Schwesterchen ‘nen Rechner bei einer großen Online-Vertriebs-Firma bestellt. Da es online nicht möglich war eine abweichende Lieferadresse anzugeben, habe ich mich letztlich doch an den Kundenservice gewandt.
Die junge Frau mit osteuropäischem Namen und noch viel osteuropäischerem Akzent in der Stimme war zunächst der Meinung, sie müsse mich beraten. „Ich weiß, was ich will, und mein Anliegen habe ich bereits zwei mal geäußert! Aaaabweichende Liiiiiiiiieferanschrift!“
Okay. Um weiteren Schwierigkeiten vorzubeugen habe ich ihr als Kompromiss nochmals runtergebetet, welchen Rechner mit welcher Konfiguration das Objekt der Begierde sei. Schonmal nervig, und als es dann ans Buchstabieren unserer Namen und Anschriften (Nettis + meine) ging… Die Einstellungskriterien für Callcenter-Personal sollte diese Firma noch mal überarbeiten. Kann ja mal passieren, dass wieder ein Deutscher anruft…
Nach 20min Hotlinehorror war’s dann geschafft… dachte ich… Das Angebot kommt per Email. Falsche Festplatte! Toll! Aber die Dame schreibt: „Als Geschenk bekommen Sie von mir einen kleinen Drucker.“ [Rechtschreibfehler bereits durch mich entfernt]. Prima! Die Mitarbeiter verschenken aus Ihrem Privatvermögen Computerzubehör. Das nenne ich mal Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber! Jedoch weit gefehlt… Der „kleine Drucker“ ist im Angebot mit 27,55 EUR netto ausgewiesen.
Ich vermute also, dass in Osteuropa Geschenke vom Beschenkten bezahlt werden müssen…
Diesen Usus greife ich doch gern auf: mag mich wer zum Geburtstag einladen? Es gibt auch viiiele Geschenke!
(P.S. Wer auch ein Geschenk zum neuen PC erhalten will, klicke bitte auf das Bildchen…)



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