Seit Wochen treiben sich junge Tauben in unserer von Bürokratie gesäumten grünen Oase herum. Mama und Papa würgen mehrmals täglich verschiedenste Insekten für den Nachwuchs hervor. Hätten sie doch nur mal ein wenig Lebenserfahrung anstelle von Fliegen und Mücken im Kropf. Seit gestern gibt es die ersten Flugversuche der unerfahrenen Vögel. In ihrer schreckhaften Art, lassen sich die ornithologischen Teenager von einem simplen Fensterschließen derart beeindrucken, dass sie ,wie als hätte man einem Vietnamesen vor dem Sparmarkt seinen Polizei-Dienstausweis gezeigt, die Flucht ergreifen und zunächst versuchen, die 4 Stockwerke bis in die Freiheit zu überwinden. Seit zwei Tagen hat die Tauben-Schule geschlossen und die Klasse scheint erst bei der Ziffer 3 angelangt zu sein. Es jagt mir jedes mal einen Schauer über den Rücken, wenn meine unerfahrenen eleganten Großstadtvögel in der zweiten oder dritten Etage gegen die Fenster knallen. Glücklicherweise gibt es in jedem Stockwerk unterhalb der Fenster einen kleinen Gitterrost, der den Unglückspiloten einen Platz zum gründlichen Überdenken ihres Kurztrips einräumen. Wie gern würde ich den kleinen Scheißerchen mal Lektüre vom Herrn Pawlow zur Verfügung stellen. Denn schlauer sind sie bisher nicht geworden.
Der englische Name für Taube, nämlich Dove, ist gar nicht soweit vom Wort „doof“ entfernt. Die haben’s rhetorisch drauf, die Briten…







RSS - Posts